Die Angst vor der neuen Lungenseuche infiziert die Börsen und bedroht die globalisierte Wirtschaft. Kommt es zum Crash?

Lange glaubten die Anleger, die Party mit ewig steigenden Kursen könnte auch in Zeiten des Coronavirus weitergehen. Das war ein Irrtum.

Seit klar ist, dass sich das Virus auch außerhalb Chinas schnell ausbreitet, hat sich die Stimmung an den Finanzmärkten gedreht. Die Kurse reagieren deutlich – und das könnte erst der Anfang sein.

KIMIMASA MAYAMA / EPA-EFE / REX

Von Tim Bartz, David Böcking, Georg Fahrion, Simon Hage, Martin Hesse, Frank Hornig, Alexander Jung, Armin Mahler, Juan Moreno, Martin U. Müller, Peter Müller und Gerald Traufetter

Jim Reid ist Staranalyst der Deutschen Bank in London und setzt sich täglich mit den ökonomischen Folgen der Corona-Epidemie auseinander.

Am Dienstag zog er persönliche Konsequenzen aus seinen Erkenntnissen. Seine Frau und er hätten in der Nacht beschlossen, am Wochenende ihre Vorratskammern und Kühlschränke mit Extraeinkäufen vollzustopfen, er wolle vorsorgen für den Fall, dass sich die Lage verschlechtere, schrieb er am Mittwoch in seinem täglichen “Early Morning Reid”.

Er halte sich und seine Frau für rationale Menschen, so Read weiter. Aber er rechne damit, dass sich das Virus im Westen ausbreiten werde, mindestens in Europa, höchstwahrscheinlich aber auch in den USA – “und dass dann in den nächsten Wochen einige ziemlich extreme Sachen passieren werden”.

Das Virus werde auch erhebliche ökonomische Schäden verursachen.

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